Nachhaltigkeit

„Neues entsteht,
wenn man Bekanntes
neu kombiniert.“   

Wie kann ein digitales Web-Tool Sachsen helfen, nachhaltiger zu werden?

Sachsen hat eine Nachhaltigkeitsstrategie und eine Strategie für „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Papier allein reicht aber nicht! Strategien brauchen konkrete Projekte zu ihrer Umsetzung. Kann ein digitales Tool wie FutureCityProjects dabei helfen, Sachsen nachhaltiger zu machen?

Diese Frage wollen wir mit Akteuren der sächsischen Zivilgesellschaft und Vertreter*innen aus kommunalen und freistaatlichen Verwaltungen diskutieren: eine Veranstaltung im Rahmen der Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT).Nachhaltigkeitspreis für Bürgerbeteiligung-Software FCP

Die Veranstaltung findet als Online-Workshop statt:

  • Vorstellung der Plattform „FutureCityProjects“ und des Ursprungsprozesses Zukunftsstadt Dresden
  • Diskussion: Welche Einsatzbereiche in Kommunen oder anderswo sehen wir? Kann das Werkzeug bei BNE, nachhaltiger Stadt- und Dorfentwicklung oder bei nachhaltigem Strukturwandel helfen?

Die Veranstaltung findet per ZOOM statt. Der Link wird mit der Anmeldung bekannt gegeben.

Forum Offene Stadt: Workshop FutureCityProjects

Das Forum Offene Stadt fragt 2020 nach der digitalen Zukunftsstadt, die möglichst partizipativ und nachhaltig sein soll. Was braucht es dafür, wie können Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden, bei wem finden die Städte Unterstützung und wie kann die Digitalisierung den Verwaltungen dabei helfen, mit Herausforderungen wie der Corona- und Klimakrise umzugehen?

Wir sind eingeladen, unsere Software FutureCityProjects vorzustellen:

Wie bitte geht’s zur Zukunftsstadt? Wie lassen sich Stadtbewohner*innen (digital) an der Stadttransformation beteiligen? Aus den Dresdner Erfahrungen im BMBF-Städtewettbewerb „Zukunftsstadt“ entstand die Online-Plattform FutureCityProjects, mit der Bürger*innen, Stadtverwaltung, Forscher*innen und Unternehmer*innen kollaborativ Projekte planen können. Aus groben Projektideen entstehen umsetzungsfähige Projektpläne entstehen reinreichfähige Förderanträge: Ein Tool für Kommunen, die die Kraft der Bürger*innen nachhaltig in ihre Entwicklungsstrategie einbinden wollen.

Der Workshop stellt die Plattform vor und diskutiert Anwendungsszenarien für Kommunen, Regionen und andere.

Die Konferenz findet in Hamburg aber auch online per Videokonferenz statt. Anmelden!

Zukunftsstadt und Transition Town: Wie bitte geht’s zur Zukunftsstadt?

Transition Town heißt „Stadt im Übergang“: von der fossilen Stadt zur nachhaltigen Stadt. Die Stadt als Handlungsebene zu benutzen hilft dem Einzelnen, sich nicht von den globalen Dynamiken erschlagen und handlungsunfähig machen zu lassen, sondern vor der eigenen Haustür ins Handeln zu kommen. Globale Nachhaltigkeit entsteht nur, wenn jede einzelne Gemeinde und jede einzelne Stadt nachhaltig wird. In der Idee von der „Transition Town“ steckt ein Set von Handlungsansätzen und Philosophien: arbeite mit positiven Visionen, konzentriere dich auf das Lokale, arbeite mit den Willigen und verkämpf dich nicht an den Unwilligen und vieles mehr.

Transition Town in der Stadtverwaltung? In Dresden ist es über ein Forschungsprogramm des Bundesforschungsministeriums gelungen, ein Bürgerbeteiligungsverfahren zu erproben, das viele Transition-Elemente aufweist. Die Suche nach der „Zukunftsstadt“ wurde von Norbert Rost als Projektleiter aus der Stadtverwaltung heraus bearbeitet. Entstanden sind eine bildliche Vision des nachhaltigen Dresdens, ein Bürgerbeteiligungsverfahren sowie 8 Bürgerprojekte, die mit insgesamt 600.000 € Dresden nachhaltiger ausrichten. Wie „Zukunftsstadt“ funktionierte und was davon in andere Städte und Gemeinden übertragbar ist – darum geht es in einem Slot auf der Transition-Konferenz 2020. Vortrag +Diskussion.

Link zur Online-Konferenz per Zoom.

Video: Wie wirkt Wissen (nicht) in der Zukunftsstadt?

Im Rahmen des Zukunftsstadt-Prozesses in Dresden hatten wir auch eine Diskussionsreihe initiiert, die einem einfachen Schema folgte: lade jemanden von außerhalb der Stadt ein, um Impulse in die Stadt zu tragen. Und diskutiere diese Impulse dann mit (meistens) zwei Akteuren aus Dresden. Dieses Format nannten wir „Zurück oder Zukunft“ (und kennzeichnen uns als Fans von Marty McFly).

Die ZoZ-Reihe läuft weiterhin im Dresdner Hygiene-Museum, und diesmal nahm ich selbst als Mit-Diskutant auf dem Podium Platz: neben der Transformationsforscherin Maja Göpel, dem Leiter des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung Marc Wolfram und der Dresdner Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Thema: Wie wirkt Wissen (nicht) in der Zukunftsstadt? Der 500-Plätze-Saal war mit 134 Gästen vollgefüllt – pandemiebedingt war das die maximale Platzzahl. Und wer nicht dabei war, kann sich die Diskussion jetzt im Video anschauen:

Bürgerbeteiligung-Software FutureCityProjects erhält Nachhaltigkeitspreis

Pressemitteilung

FutureCityProjects: Software für nachhaltige, bürgergetragene Stadtentwicklung wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem RENN-Netzwerk als Projekt Nachhaltigkeit 2020 ausgezeichnet. Die Software unterstützt kommunale Bürgerbeteiligung und versteht sich als smart-city-Tool. Als „Projekt Nachhaltigkeit“ werden Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Breite der Gesellschaft einsetzen.

Die Software „FutureCityProjects“ ist aus dem Dresdner Zukunftsstadt-Prozess hervorgegangen. Im Zukunftsstadt-Städtewettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nimmt Dresden als größte Stadt im Finale teil. 8 Bürgerprojekte werden mit wissenschaftlicher Begleitung in einem Reallabor umgesetzt. Diese Bürgerprojekte entstanden in einem bürgerschaftlichen Planungsprozess. Der ehemalige Projektleiter Norbert Rost hat seine Erfahrungen mit diesem Planungsprozess in dem Tool verarbeitet: „Als Wirtschaftsinformatiker habe ich mich gefragt: wie kann ich aus unseren Erfahrungen Software machen, die Bürgerbeteiligung unterstützt und den Zukunftsstadt-Ansatz auch für andere Städte nutzbar macht?“ Derzeit verhandelt er mit verschiedenen Städten und Städtenetzwerken über einen Einsatz der Software. Die Bürger*innen einer Stadt sind das ungenutzte Potenzial für die Stadt- und Regionalentwicklung. Mit FutureCityProjects können kleine aber auch große Kommunen prinzipiell mehrere tausend Menschen in die nachhaltige Stadtentwicklung einbinden.

Die Software erlaubt es Kommunen, einen Fördertopf für nachhaltige Bürgerprojekte aufzusetzen und die Bürger*innen einzuladen, sich Projekte auszudenken und kollaborativ zu planen. Aus dem Projektplan wird Dank „FutureCityProjects“ automatisch ein Förderantrag – eine Win-Win-Situation für Kommunen und Bürger. Auch auf Stadtteilebene, im Strukturwandel ganzer Regionen oder zur kollaborativen Projektplanung in und zwischen Unternehmen kann die Software genutzt werden. Für die Erstellung des Prototypen wurden Rost und sein Mit-Entwickler Jakob Schumann vom Prototypefund gefördert. Mit einer englischsprachigen Variante sollen auch Kommunen außerhalb des deutschsprachigen Raums gewonnen werden und damit auf dem Megatrend „smart city“ angeknüpft werden: „Smart sind solche Cities, die nicht nur Sensoren verbauen, sondern klug ihre Bürger einbinden“ sagt Norbert Rost. Die Entwickler suchen nach interessierten Kommunen, weitblickenden Partnern und frischem Kapital: Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeitstransformation werden das zentrale Thema der Zukunft.

Mehr Informationen zu FutureCityProjects:

Informationen zum Nachhaltigkeitspreis und Preisträgern: