Zukunftsstadt

„Neues entsteht,
wenn man Bekanntes
neu kombiniert.“   

TUUWI: Wie bitte geht’s zur Zukunftsstadt?

Die TU Umweltinitiative (tuuwi.de) lädt zur Umweltringvorlesung „Klima. Kultur. Utopie“. In zwölf Sitzungen soll die Frage ergründet werden, wie wir als Gesellschaft der Klimakrise und dem kapitalistischen Wirtschaftssystem begegnen können – wie die sozial-ökologische Transformation gelingen kann: Wie geschieht Wandel? Was sollte sich aus welchem Grund wandeln? Wie kann dieser Wandel angestoßen bzw. beschleunigt werden? Welche Orte des Wandels werden in Dresden sichtbar?

Ich werde mich diesen Fragen aus der Sicht der Zukunftsstadt und vor dem Hintergrund meiner Zukunftsstadt-Erfahrungen nähern. Die klassische Vorlesung wird ergänzt um eine Diskussion und kleine, in die Veranstaltung eingebettete Übungen: denn die Vorlesung selbst soll das, was sie inhaltlich transportiert, zugleich praktisch vorantreiben: den Wandel Dresdens in eine nachhaltige Zukunftsstadt.

TUUWI-Ringvorlesung: Zukunftsstadt

„Ein Plausch über Zukunfts(t)räume“ ist die Vorlesung am 01. Juli, 16:40 Uhr im Pot/13/U an der TU Dresden überschrieben. Ich bin eingeladen zurückzublicken: Wie lief der Dresdner Zukunftsstadt-Prozess ab? Was waren die dahinterstehenden Absichten? Wie wurde der Prozess finanziert? Welche Schwierigkeiten gab es? Anschließend sind 3 der entstandenen Bürgerprojekte eingeladen, miteinander im „City-Café“ zu diskutieren. Infos: www.tuuwi.de

Forschungsprojekt #futureCityOS

Lassen sich Städte mit Computern vergleichen? Lassen sich in Städten sozio-technische Betriebssysteme installieren, ähnlich wie Computerbetriebssystemen auf PCs? Und falls ja, wie macht man das?

#futureCityOS ist das Schlagwort, unter dem ein kleines Team derzeit einen Förderantrag an die Bosch-Stiftung vorbereitet. Beim SPIELRAUM2019 ist die Idee entstanden und gemeinsam mit Mitarbeiter von Fraunhofer IOSB, IFEU und DIFU sowie einer freien Architektin arbeiten wir derzeit an dem Konzept für ein zweijähriges Forschungsprojekt. Ziel soll es sein, uns der Idee eines „Betriebssystems für die Zukunftsstadt“ zu nähern, ausgehend von der Feststellung, dass Computerbetriebssysteme dem Nutzer Prozesse bereitstellen, genau wie Stadtgestaltung durch vielerlei Interaktions- und Partizipationsprozesse passiert. Diese Analogie muss sich doch nutzen lassen, oder?

Gesucht werden noch Partner, die in ihren Institutionen mit stadtgestaltenden Partizipationsprozessen arbeiten. Wir wollen schauen, wie Ihre Erfahrungen sich in einem #futureCityOS abbilden lassen und welche Werkzeuge wir für Ihre Prozesse bereitstellen können. Natürlich sind auch Kooperationspartner willkommen, die unser Vorhaben mit eigenen Ressourcen unterstützen können. Kontaktieren Sie uns!

Raumkonferenz in Dresden

Die 3. Juniwoche 2019 war ganz dem Thema „Stadtraum gestalten“ gewidmet: Der Konglomerat e.V. lud zur Raumkonferenz und dutzende Veranstaltungen boten Gelegenheit zur Diskussion, zum Lernen, zum Ausprobieren.

Ausgehend von der Frage „Was könnte das Ergebnis einer solchen Raumkonferenz-Woche sein?“ hatten wir eine Workshop-Serie vorbereitet: „hacking politics – Stadtratsanträge schreiben“. Entlang der hacking-politics-Philosophie und mit Hilfe eines neugestalteten Arbeitsblattes „Stadtratsantrag“ leiteten wir die Workshop-TeilnehmerInnen an, das Zusammenwirken des Stadtrats und der Stadtverwaltung zu verstehen und eigene Stadtratsanträge zu formulieren. Die Einrichtung eines Jugendparlaments, die Umsetzung eines „Raumzensus“, mögliche institutionelle Förderungen für Nachhaltigkeits-Organisationen und die Beschränkung der militärischen Nutzung des Dresdner Flughafens – diese Antragsentwürfe erreichten eine Einreichungsqualität. Dresdner Stadträte: aufgepasst!

Eingeladen von der Urban Equipe nahm ich außerdem an einem Workshop teil, der nach Mustern in Partizipationsprozessen sucht. Als Fallbeispiel war der Dresdner Zukunftsstadt-Prozess vorgesehen, den wir nach nutzbaren Mustern durchsuchten. Der Muster-Ansatz ist mir jetzt zum zweiten Mal begegnet und ich ahne, wir werden in ihn anderen Zusammenhängen nochmal intensiv gebrauchen.

Es war eine sehr eindrucksvolle Konferenz: mit so vielen Veranstaltungen, dass es schwer war, sich zu entscheiden, aber mit einem Flair, mit dem man sich der Raum-Frage sommerlich-entspannt nähern konnte.